Lisa Unruh

Hellersdorfer Bogenschützin bei Olympia

Lisa Unruh holt sensationell Silber

Lisa Unruh hat bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro Silber im Bogenschießen gewonnen. Im Finale musste sich die 28-Jährige aus Hellersdorf lediglich der Südkoreanerin Chang Hyejin geschlagen geben. Damit bescherte die amtierende Hallenweltmeisterin dem deutschen Bogensport die erste Einzelmedaille bei Olympia überhaupt. 

Aufgewachsen ist Lisa Unruh in Mahlsdorf, mittlerweile wohnt sie in Hellersdorf. Zum Bogenschießen kam sie in der sechsten Klasse vom Schwimmen (SC Eintracht). Mit der Nationalmannschaft und ihrem Verein, dem Bundesligisten SG Bergmann Borsig, trainiert die 1,80 Meter große Athletin bis zu sechs Stunden täglich im Sportforum Hohenschönhausen. Das Sportförderprogramm der Bundespolizei macht’s möglich. Auf dem Programm stehen neben dem Schießen auch Ausdauer und Kraft. Zwar ist das Bogenschießen in erster Linie Konzentrationssache und Technik, doch der Körper wird mehr beansprucht, als man glaubt. „Genau dieses Zusammenspiel von mentaler Herausforderung und Kraft ist es, was mich an dem Sport so fasziniert“, verriet uns Lisa Unruh im Interview Ende März.