Singen bringt Schwung ins Leben

Der Seniorinnenchor probt montags im Stadtteilzentrum Mosaik

Singen bringt Schwung ins Leben

Dass Singen jung hält, Spaß macht und zudem das Gedächtnis trainiert, beweisen zwölf ältere Damen aus Marzahn-Hellersdorf. Sie treffen sich montags zum gemeinsamen Chorsingen. Und das seit mittlerweile 14 Jahren. „Zum aktiven Kern gehören fünf Seniorinnen, die von Anfang an dabei sind“, sagt Rosemarie Kaiser-Bruns.

Die professionell ausgebildete Sängerin und Gesangspädagogin leitet den „Chor der Musaiker­“, wie sich die agilen Hobbysängerinnen nennen. Der Name bezieht sich auf die Probenstätte – das Stadtteilzentrum Mosaik am Altlandsberger Platz  2. Dort nutzen die Damen einen großen Raum, der genügend Platz für Bewegung bei Gesang bietet. Denn unter der Leitung von Rosemarie Kaiser-Bruns werden nicht nur die Stimmbänder trainiert, sondern gleich der ganze Körper. „Für die meisten Stücke überlege ich mir eine kleine Choreografie, nach der sich meine Damen dann wunderbar bewegen“, berichtet die Biesdorferin.

Und so bewegen sich die Seniorinnen im Takt und schwingen ihre leuchtend roten Tücher. Dass die Rentnerinnen Spaß daran haben, ist ihnen anzusehen. Wer sie einmal so erlebt hat, ist überrascht  von der Herzlichkeit und Frische, die diese Frauen ausstrahlen – egal wie alt, egal welche Zipperlein sie plagen.

 

„Ich gehöre zu den Chormitgliedern der ersten Stunde und freue mich jedes Mal auf die gemeinsamen Proben und die Auftritte“, sagt Christa Condereit. Auch die 78jährige Helga Kopsch singt seit zehn Jahren mit und kann sich ein Leben ohne „dieses schöne Hobby“ nicht mehr vorstellen. „Es macht großen Spaß und mir gefällt, dass ich mit den anderen auch jedes Mal gemütlich plaudern kann“, erzählt die Marzahnerin. Glück verspürt ebenso Elke Grimm, die Musik über alles liebt und „die wunderbare Art und Weise, wie die Chorleiterin die Mitglieder fordert und aufbaut“, lobt.

 

Das Repertoire der „Musaiker“ umfasst unter anderem Schlager der 1950er und 1960er Jahre, es gibt ein Seemannslieder- und ein Programm mit italienischen Bergliedern­ sowie ein Medley mit bekannten Filmmusiken und Volksliedern. „Mehrmals im Jahr treten wir damit im Bezirk auf – beispielsweise beim Sommerfest im Stadtteilzentrum Mosaik oder in Senioreneinrichtungen“, sagt Rosemarie Kaiser-Bruns. Zu solchen Anlässen werfen sich die Chordamen natürlich in Schale. Sie tragen schwarz-weiße Kleidung, rote Schals und manchmal noch Hüte.

Für den stimmlichen Glanz sorgt die erfahrene Gesangspädagogin Rosemarie Kaiser-Bruns. Sie beginnt jede Probe mit Stimmübungen und wenn sie an der Gitarre den Takt zum Singen vorgibt, kommen die inzwischen prall gefüllten Lied-Ordner zum Einsatz.

 

Gerne würde Rosemarie Bruns auch neue Mitglieder begrüßen. „Wenn die Rente naht, vielleicht Langeweile aufkommt, dann schauen Sie doch gerne mal rein“, wendet sie sich an junggebliebene Damen, die einfach in Schwung bleiben wollen. Geprobt wird jeden ersten bis dritten Montag im Monat, ab 17 Uhr, im Stadtteilzentrum „Mosaik“, Altlandsberger Platz 2.

                       

Text und Foto: Steffi Bey