Kirchengeschichte zum Anfassen

Sonderausstellung im Bezirksmuseum läuft bis 19. August 2018

Kirchengeschichte zum Anfassen

Mit dem Lutherschen Thesenanschlag an die Wittenberger Schlosskirche nahm die Reformation ihren Anfang. Pünktlich zum 500. Jubiläum dieses Ereignisses hat sich das Bezirksmuseum (Haus 1, Alt-Marzahn 51) in einer umfassenden Sonderausstellung der regionalen Kirchengeschichte angenommen.

Mit vielen Dokumenten und Abbildungen zeigt die Ausstellung, wie  im heutigen Bezirk einst Kirche, Pfarrer und Religionsausübung den Alltag der Bevölkerung bestimmten und wie sich das Verhältnis zwischen Kirche und Gesellschaft zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich gestaltete.

In einem inszenierten Kirchenraum mit originalen Kirchenbänken können sich Besucher über die Baugeschichte der Kirchen in den fünf Ortsteilen informieren. Zahlreiche Leihgaben werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Es gibt Bibeln, Kirchen- und Gesangbücher, liturgische Geräte wie Abendmahlskelche oder Weihrauchgefäße und liturgische Gewänder zu sehen. Besondere „Schmuckstücke“ sind Fragmente von historischen Kirchenfenstern und Leihgaben der Russisch-Orthodoxen Kirche, darunter eine Ikone. Auch die aus dem frühen 17. Jahrhundert stammende Taufschale der alten Marzahner Dorfkirche aus der Sammlung der Stiftung Stadtmuseum ist nach längerer Zeit wieder in Marzahn zu sehen.

Die Ausstellung läuft bis zum 19. August 2018. Das Bezirksmuseum ist montags bis freitags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

 

Foto: Archiv Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf