Fahrplanwechsel am 11. April: Verstärkerfahrten werden verlängert

Längere Betriebszeit für den X69er Bus // Die Tatras sind nicht totzukriegen

Fahrplanwechsel am 11. April: Verstärkerfahrten werden verlängert

Zum Fahrplanwechsel am 11. April haben die Berliner Verkehrsbetriebe auch Änderungen auf Abschnitten in Marzahn-Hellersdorf angekündigt. Den X69er Bus (Marzahn-West, Köthener Straße «» Köpenick, Müggelschlößchenweg) lässt die BVG nun täglich bis 24 Uhr und am Samstag bereits ab 7 Uhr fahren. In einer Pressemitteilung heißt es, damit solle eine bessere Anbindung an das Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) gewährleistet werden. 

Verstärkerfahrten werden verlängert

Bereits seit Februar rollen mehr Busse durch Berlin, weil in Zeiten von Corona das Fahrgastaufkommen insbesondere im morgendlichen Schul- und Berufsverkehr entzerrt werden soll. Jetzt steht fest: Die ursprünglich bis zu den Osterferien vorgesehenen Verstärkerfahrten (u. a. auf der Linie 197) gehen mindestens bis zu den Sommerferien in die Verlängerung. Zum Teil werden bisherige Sonderfahrten sogar zu regulären Leistungen. Auf anderen Linien wie der 194 (U Hermannplatz «» Marzahn, Helene-Weigel-Platz) bleibt das Angebot hingegen als Verstärker bestehen. Dort gibt es nicht nur zu Schulzeiten jeweils eine zusätzliche Fahrt pro 20 Minuten. 

 

Auch bei der Straßenbahn wird das Zusatzangebot verlängert. Noch bis Anfang/Mitte Mai sind auf den Linien M6 (Hellersdorf, Riesaer Straße «» Landsberger Allee/Petersburger Straße «» Hackescher Markt), M8 (Ahrensfelde/Stadtgrenze «» Landsberger Allee/Petersburger Straße «» S+U Hauptbahnhof) und 27 (Weißensee, Pasedagplatz «» Krankenhaus Köpenick) teilweise längere Züge als üblich auf der Schiene. 

Zu den Corona-Profiteuren gehören die letzten alten Tatra-Züge. Sie sollten eigentlich im Februar komplett aus dem Stadtbild verschwinden, da sie nur über drei Stufen zu erklimmen sind und damit nicht barrierefrei. In der Pandemie aber werden sie noch gebraucht – und zwar für den Schulverkehr auf der M6. Erst danach werden auch die letzten Züge der tschechischen Straßenbahn-Baureihe ausgemustert.

 

Wie die BVG mitteilt, bleiben auch die zusätzlichen Sicherheitskräfte an Bord. Sie sollen darauf achten, dass dort, wo das Fahrgastaufkommen besonders hoch ist, die Abstände möglichst eingehalten werden.