Vier temporäre Spielstraßen in Marzahn-Hellersdorf am autofreien Tag

Am 22. September von 15 bis 19 Uhr

Vier temporäre Spielstraßen in Marzahn-Hellersdorf am autofreien Tag

Autofreier Tag vergangenes Jahr in der Maxie-Wander-Straße © pressefoto-uhlemann.de
Autofreier Tag vergangenes Jahr in der Maxie-Wander-Straße © pressefoto-uhlemann.de

Am Donnerstag, dem 22. September, ist Bus- und Bahnfahren in ganz Berlin gratis. Zum dritten Mal beteiligt sich die Hauptstadt am Internationalen Autofreien Tag. Zusätzlich werden berlinweit 37 Straßenabschnitte einige Stunden lang für den Verkehr gesperrt. In Marzahn-Hellersdorf soll es vier solcher temporären Spiel- und Nachbarschaftsstraßen geben. 

Von 15 bis 19 Uhr werden Autos und Fahrräder aus der Apfelwicklerstraße in Biesdorf, der Friesacker Straße (zwischen Strauß- und Lortzingstraße) in Mahlsdorf, der Kastanienallee in Hellersdorf-Nord (zwischen den Hausnummern 53 und 59) und der Maxie-Wander-Straße (zwischen Klingenthaler- und Schneeberger Straße) in Hellersdorf-Süd verbannt. Die Bereiche können in dieser Zeit für verschiedene Aktivitäten wie Spielen, Kreidemalen, Rollschuhlaufen und Kuchenessen genutzt werden. Nachbar:innen sind eingeladen, sich mit Klappstühlen und Kaffee dazuzugesellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

Am World Car Free Day finden weltweit Aktionen zum Thema autofreie Mobilität statt. In Berlin könne man erleben, wie die Stadt aussähe, wenn der Straßenraum für die Menschen geöffnet werde, sagt Umwelt- und Mobilitätssenatorin Bettina Jarasch (Grüne). Die Senatsverkehrsverwaltung unterstützt das Bündnis Temporäre Spielstraßen, die Initiativen aus der Zivilgesellschaft und die Bezirke bei der Einrichtung der Spielstraßen nach eigenen Angaben sowohl organisatorisch als auch mit Info-und Spielmaterial wie Wimpelketten, Schaumstoffbällen und bunter Straßenkreide.

 

Demo für sichere Schulwege in Kaulsdorf

Einen Tag später, am 23. September, wird rund um die Franz-Carl-Achard-Grundschule ein Abschnitt der Adolfstraße und der Waplitzer Straße von 7 bis 8 Uhr ebenfalls in eine lebendige Spielstraße verwandelt. Die Straßensperrung findet im Rahmen der Aktion „#100Schulzonen für Berlin" statt. Schüler:innen und deren Eltern wollen gemeinsam mit der ADFC Stadtteilgruppe Wuhletal und dem Netzwerk Fahrradfreundliches Marzahn-Hellersdorf auf die fehlende Verkehrssicherheit vor der Schule aufmerksam machen. 

 

Beklagt wird, dass die Wege weder kindgerecht noch bürgerfreundlich sind. Teilweise fehlen begehbare Bürgersteige und Fahrradwege. „Auch wenn die Schule an Nebenstraßen liegt, ist der Schulweg durch den vielen Autoverkehr unsicher“, heißt es in der Ankündigung der einstündigen Demonstration. Die Probleme zeigen sich ganz besonders in den Morgenstunden vor dem Schulgelände, wenn Anwohner:innen zur Arbeit düsen und dabei auf Elterntaxis treffen. 

 

Daher fordern die Initiator:innen der Aktion einen verkehrsberuhigten Bereich vor der Schule, der als Schutzraum für die Schüler:innen wahrgenommen wird. Nur durch die Abtrennung von motorisiertem Verkehr, Radwegen und Fußgängerbereichen und die Einrichtung von Querungen sei eine sichere Fortbewegung für alle möglich, so die Begründung.