Kraftakt mit Happy End
Grundschule in der Elsenstraße feierlich eingeweiht
Die ersten Klassen sind bereits im Februar eingezogen, seitdem wird das Gebäude schrittweise mit Leben gefüllt. Nun ist die Grundschule in der Mahlsdorfer Elsenstraße im Beisein zahlreicher Gäste aus Bezirk und Senat offiziell eingeweiht worden. Der vierzügige Neubau bietet Platz für 576 Kinder und hätte wegen des stark gestiegenen Grundschulplatzbedarfs im Siedlungsgebiet eigentlich schon längst am Netz sein sollen – doch der Weg dorthin war lang und von zahlreichen Verzögerungen und Planungsproblemen geprägt.
Nach jahrelangen Anstrengungen ist für 78,3 Millionen Euro im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive ein modernes Schulgebäude nach dem Compartmentprinzip mit offenen Lern- und Gemeinschaftsbereichen, Fachräumen, Bibliothek und Mensa entstanden. Eine große Sechsfeldsporthalle ergänzt das Angebot und kommt auch dem Vereinssport zugute.
Früher stand auf dem Gelände eine DDR-Plattenbauschule. 2008 wurde die „Oberschule am Elsengrund“ wegen sinkender Schülerzahlen geschlossen und mit dem Otto-Nagel-Gymnasium zusammengelegt. Mit dem starken Bevölkerungswachstum in Mahlsdorf und Kaulsdorf kehrte der Bedarf an Schulplätzen zurück. Bereits ab 2016 arbeitete der Bezirk daran, den Standort zu reaktivieren. Sowohl der frühere Schulstadtrat Gordon Lemm (SPD) als auch sein Nachfolger Dr. Torsten Kühne (CDU) setzten sich in ihren Amtszeiten intensiv für das Projekt ein. Neben Finanzierungsfragen mussten auch Bedenken wegen möglicher Geruchsbelastungen durch den benachbarten Recyclinghof von Alba ausgeräumt werden. Erst ein Gutachten und langwierige Abstimmungen und Verhandlungen machten schließlich den Weg für den Neubau der 37. Grundschule frei – einen offiziellen Namen muss die Schulgemeinschaft noch finden.
Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) sprach anlässlich der Einweihungsfeier von einem „wichtigen Schritt zur spürbaren Entlastung der Nachbarschaft und zur Stärkung der Bildungsqualität vor Ort“. Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (SPD) betonte die Bedeutung moderner Räume für zeitgemäße Bildung und Bezirksstadtrat Stefan Bley (CDU) hob hervor, wie wichtig Investitionen in moderne Schulgebäude für Chancengleichheit und die Zukunftsperspektiven von Kindern seien.
Ganz abgeschlossen ist das Projekt allerdings nicht: Der Schulhof gleicht teilweise noch einer Baustelle. Die fertiggestellten Bereiche aber können sich schon sehen lassen. Dr. Torsten Kühne (CDU) verwies auf die „naturnahe Lage und die nachhaltige Gestaltung der Außenflächen“. Sie „unterstreichen unseren Anspruch, Kindern nicht nur Lern- und Bewegungsräume, sondern auch ein Bewusstsein für Umwelt und Verantwortung mitzugeben“, so Kühne. Auch in puncto Schulwegsicherheit gibt es an der Elsenstraße noch einiges zu tun.





