Mögliches Zauneidechsen-Vorkommen bremst P+R-Projekt aus

Rodungen am Bahnhof Wuhletal verschoben 

Mögliches Zauneidechsen-Vorkommen bremst P+R-Projekt aus

Die Baumfällarbeiten für den neuen Park-and-Ride-Parkplatz am S- und U-Bahnhof Wuhletal finden nun doch nicht wie geplant statt. Das hat eine Sprecherin des Bezirksamts unserer Zeitung mitgeteilt. Erst am 18. Februar waren die Rodungen angekündigt worden.

Nach Angaben des Bezirksamts habe es eine erneute Abstimmung zwischen dem bezirklichen Umwelt- und Naturschutzamt und der zuständigen Senatsverwaltung gegeben. Eine kurzfristig veranlasste Prüfung des Geländes brachte dabei neue Erkenntnisse: Auf der vorgesehenen Fläche bestehen offenbar optimale Lebensbedingungen für Zauneidechsen. Die Tiere befinden sich derzeit in Winterruhe – Fällarbeiten könnten sie empfindlich stören.

 

Um mögliche Verstöße gegen artenschutzrechtliche Bestimmungen (§ 44 Absatz 1 Bundesnaturschutzgesetz) auszuschließen, sollen nun zunächst faunistische Kartierungen durchgeführt werden. Parallel werden Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen erarbeitet. Vor diesem Hintergrund hat das Bezirksamt die Baumfällungen auf Oktober verschoben.

 

Ursprünglich sollten auf der Fläche an der Ecke Brebacher Weg und Altentreptower Straße an diesem Samstag rund 40 Bäume gefällt werden, um das Gelände für den Bau des neuen Pendlerparkplatzes herzurichten. Mit der zusätzlichen P+R-Fläche will der Bezirk den Umstieg auf Bus und Bahn erleichtern und zugleich den Parkdruck in den umliegenden Wohngebieten reduzieren. Als ökologischer Ausgleich waren Neupflanzungen entlang der Altentreptower Straße vorgesehen.