Fahrradparkhaus in Mahlsdorf kommt voran

Planung ausgeschrieben, Baustart wohl aber erst Anfang 2028

Fahrradparkhaus in Mahlsdorf kommt voran

Für das seit vielen Jahren angekündigte Fahrradparkhaus am S-Bahnhof Mahlsdorf geht es nun einen Schritt voran: Das landeseigene Unternehmen infraVelo hat die Planung offiziell ausgeschrieben. Entstehen soll das zweite öffentliche Fahrradparkhaus Berlins auf einem bislang wild bewachsenen Grundstück östlich des Rohrpfuhlgrabens – direkt am Fuß- und Radweg zwischen Hönower Straße und Florastraße.

Mehrere Ausbaustufen geplant

Infravelo setzt bei dem Vorhaben auf ein modulares Konzept. Statt alles auf einmal zu bauen, soll das Parkhaus in Etappen wachsen. In der ersten Stufe sind rund 400 Stellplätze vorgesehen, darunter etwa 120 gesicherte Abstellplätze sowie zusätzliche Flächen für Lastenräder und Kinderanhänger.

 

Später könnten zwei weitere Bauphasen folgen. Dann würde die Kapazität auf bis zu 770 Stellplätze steigen, ergänzt um einen Servicebereich. Die Idee dahinter: Erst bauen, was gebraucht wird – und bei steigender Nachfrage nachlegen.

 

Bewährtes Konzept als Grundlage

Für das Fahrradparkhaus wird ein Konzept genutzt, das im Rahmen des Pilotprojekts „Modulares Fahrradparken im Land Brandenburg“ entwickelt wurde. Ziel ist es, standardisierte und flexibel erweiterbare Anlagen zu schaffen, die sich an den tatsächlichen Bedarf vor Ort anpassen lassen.

 

Aktuelle Informationen zum Vorhaben finden Interessierte auf der Projektseite.


Wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Osten

Der Standort ist bewusst gewählt. Der Bahnhof Mahlsdorf zählt mit der S-Bahnlinie S5, der Regionalbahn RB 26, der Straßenbahnlinie 62 und mehreren Buslinien zu den wichtigen Verkehrsknotenpunkten im Berliner Osten. Mit dem geplanten Ausbau der Straßenbahn im Rahmen der „Verkehrslösung Mahlsdorf“ würden allerdings die bisherigen Abstellplätze unter der Brücke wegfallen. Zudem gilt der Standort bislang nicht unbedingt als besonders sichere Möglichkeit, um Fahrräder zu parken.

 

Baubeginn ab 2028

Läuft alles nach Plan, soll Anfang 2028 mit dem Bau begonnen werden. Noch im Januar war von einem Start in 2027 ausgegangen worden. Ende 2028 könnte das Parkhaus in Betrieb gehen, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung von infraVelo hervorgeht. Die Kosten für die erste Ausbaustufe liegen nach aktueller Schätzung bei rund 3,4 Millionen Euro. Finanziert wird das Projekt aus dem Berliner Sondervermögen für Infrastruktur der wachsenden Stadt (SIWA).