Wasserbetriebe betreuen neuerdings auch die Anlagen in Marzahn-Hellersdorf
Berliner Brunnensaison auf dem Clara-Zetkin-Platz eröffnet
Mit der Inbetriebnahme des Brunnens am Clara-Zetkin-Platz in Kaulsdorf-Nord ist am Mittwoch die Berliner Brunnensaison 2026 offiziell gestartet. Die Anlage war bereits im vergangenen Sommer nach siebenjähriger Trockenzeit wieder zum Sprudeln gebracht worden. Die Fontänen tanzen täglich von 10 bis 18 Uhr, werden jedoch zwischen 12 und 15 Uhr abgeschaltet, um Anwohnerinnen und Anwohner vor Lärm zu schützen.
Dass der Startschuss ausgerechnet in Marzahn-Hellersdorf fiel, ist kein Zufall: Mit 38 Brunnen und Planschen zählt der Bezirk zu den Spitzenreitern in Berlin. Seit diesem Jahr werden
die Anlagen – ebenso wie jene in Reinickendorf – von den Berliner Wasserbetrieben betreut. In mehreren anderen Bezirken ist das landeseigene Unternehmen bereits seit Längerem für Wartung,
Reinigung und Betrieb zuständig. Für Marzahn-Hellersdorf bedeutet die neue Zuständigkeit vor allem eine Entlastung der Straßen- und Grünflächenämter, wie Bezirksbürgermeisterin Nadja
Zivkovic (CDU) beim Vor-Ort-Termin betonte.
Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) bezeichnete die Brunnensaison als „klares Zeichen für den Beginn von Frühling und Sommer“. Die Anlagen würden nicht nur die Infrastruktur ergänzen, sondern auch „Lebensqualität und Freude“ in die Stadt bringen. „Wir werden bald wieder froh sein, wenn wir in der Sommerhitze an so zentralen Plätzen wie diesem auch kühlende Elemente haben“, ergänzte Umweltstaatssekretär Andreas Kraus.
Im Ranking der brunnenreichsten Bezirke Berlins liegt Marzahn-Hellersdorf hinter Friedrichshain-Kreuzberg auf Platz zwei. Im Bezirk gibt es 18 Zierbrunnen, 11 Tiefbrunnen und neun Planschen. Besonders letztere spielen an heißen Tagen eine wichtige Rolle als niedrigschwellige Abkühlungsangebote im öffentlichen Raum – zumal es im Bezirk kein Freibad gibt.
Berlinweit sollen in diesem Jahr insgesamt 234 Zierbrunnen, Planschen und weitere Wasseranlagen betrieben werden. 40 davon sind bereits gestartet, die übrigen werden schrittweise bis Mitte Mai in Betrieb genommen. Rund 50 Anlagen befinden sich aktuell in der Sanierung, etwa 35 von ihnen werden vorerst nicht sprudeln.
Auch im Bezirk bleibt es an mehreren Standorten trocken. Der Sitzbrunnen im Heinz-Graffunder-Park ist defekt, ebenso der beliebte Treppenbrunnen am Helene-Weigel-Platz. Beim Lindenbrunnen an den Ringkolonnaden sind die Zuleitungen undicht, und auch die Fontäne im Schlosspark Biesdorf wird in dieser Saison nicht aktiviert. Wie Nadja Zivkovic berichtete, haben die Berliner Wasserbetriebe ausschließlich intakte Anlagen übernommen.

