Bezirk beteiligt sich an berlinweiter Kontrollaktion
Kampf gegen Sperrmüll
In dieser Woche verstärkt das Ordnungsamt seine Kontrollen gegen illegal abgeladenen Müll. Die Aktion ist Teil einer berlinweiten Offensive, mit der die Behörden ein Problem angehen wollen, das längst mehr ist als nur ein ästhetisches Ärgernis.
Gezielt werden in diesen Tagen bekannte Ablagestellen ins Visier genommen, Müllsünder ermittelt und Anzeigen geschrieben. Wer Sperrmüll oder anderen Abfall einfach auf die Straße stellt, muss mit Konsequenzen rechnen: Im Extremfall können Bußgelder bis zu 100.000 Euro fällig werden.
Dass es dabei nicht nur um Ordnungsliebe geht, betonen die Behörden immer wieder. Illegal abgestellter Sperrmüll kann Wege blockieren und damit zur echten Barriere werden – etwa für Fußgängerinnen und Fußgänger oder Menschen im Rollstuhl. Zudem zieht einmal abgelegter Müll oft weiteren Unrat nach sich. Aus einzelnen Gegenständen werden so schnell ganze Müllansammlungen.
Die aktuelle Kontrollwoche knüpft an die Kampagne „Einfach abstellen hat seinen Preis“ der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt an. Hintergrund ist, dass das Problem in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat. Mit den Folgen beschäftigt sind mehrere Stellen: die Ordnungsämter, die Berliner Forsten und die Berliner Stadtreinigung. Zahlen müssen am Ende alle. Allein im vergangenen Jahr beliefen sich die Ausgaben für die Beseitigung von illegalem Müll auf über 13 Millionen Euro Steuergeld.
Wer seinen alten Kühlschrank oder das ausrangierte Sofa loswerden will, hat legale Wege dafür: Die beiden BSR-Recyclinghöfe in Mahlsdorf und Marzahn nehmen den Sperrmüll an. Außerdem gibt es den Sperrmüll-Abholservice der Stadtreinigung und die sogenannten Kieztage, bei denen die BSR in die Nachbarschaften kommt.
Für Marzahn-Hellersdorf sind in den kommenden Wochen drei Termine geplant:
Mittwoch, 27. Mai 2026, 13 bis 18 Uhr
Hellersdorf, Quedlinburger Straße 12–16
Samstag, 6. Juni 2026, 8 bis 13 Uhr
Hellersdorf, Maxie-Wander-Straße 78
Montag, 8. Juni 2026, 8 bis 13 Uhr
Marzahn, Sella-Hasse-Straße 13–17 / Parkhafen

