248 Mietwohnungen sollen im Sommer 2027 bezugsfertig sein
Richtfest für Neubauquartier in der Bisamstraße
Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft degewo hat am Dienstag Richtfest für eines ihrer größten Wohnungsbauprojekte im Bezirk Marzahn-Hellersdorf gefeiert. Mit dem Abschluss der Rohbauarbeiten nimmt das neue Quartier entlang der Bisamstraße in Mahlsdorf-Nord erkennbar Gestalt an. Insgesamt entstehen 248 neue Mietwohnungen. Das Vorhaben ist nicht unumstritten. Jahrelang hatte es Proteste von Anwohnern gegen die dichte Bebauung gegeben.
Errichtet werden 35 Gebäude: 27 Stadtvillen mit jeweils acht Wohnungen sowie acht Reihenhausgebäude mit jeweils vier Wohneinheiten. Die Häuser werden zweigeschossig mit zusätzlichem Staffelgeschoss errichtet. Nach degewo-Angaben werden 136 Wohnungen gefördert, 108 sind barrierearm.
Zum Quartier gehören Mietergärten, Spiel- und Aufenthaltsbereiche sowie Stellplätze für Autos und Fahrräder. Im Rahmen eines städtebaulichen Vertrags hat das Unternehmen bereits eine Grünfläche sowie die Kita „Grashüpfer“ mit 80 Plätzen an der Stralsunder Straße mitfinanziert. Ergänzt wird die soziale Infrastruktur durch die neue Schule und die geplante Jugendfreizeiteinrichtung. 51 unbebaute Grundstücke vergibt degewo in Erbbaurecht. Dort können private Bauherren Einfamilienhäuser errichten.
Degewo-Vorstand Pascal Atzert sprach beim Richtfest von einem Projekt, das nach Jahren der Planung nun sichtbar werde und bezahlbaren Wohnraum für Menschen schaffen solle, die bereits in Mahlsdorf leben oder dorthin ziehen möchten.
Wohnungsstaatssekretär Stephan Machulik (SPD) bezeichnete das Quartier als Beispiel dafür, dass nachhaltige Bauweisen und bezahlbare Mieten nicht im Widerspruch stünden.
In einer Pressemitteilung verweist die Wohnungsbaugesellschaft zudem auf den Effizienzhaus‑40‑Standard der Gebäude und ein Energiekonzept mit Geothermie und Photovoltaikanlagen. Dies soll zu niedrigeren Betriebskosten beitragen.
Die Fertigstellung des Quartiers ist für den Sommer 2027 geplant. Die geförderten Wohnungen sollen Inhabern eines Wohnberechtigungsscheines (WBS) zu einer Einstiegsmiete von sieben Euro pro Quadratmeter nettokalt angeboten werden.



