Ordnungsamt kündigt Schwerpunktkontrollen an
Kippe wegschnipsen kann teuer werden
Ob an Bushaltestellen, vor Hauseingängen oder in Parks: Achtlos weggeworfene Zigarettenstummel liegen überall in der Stadt herum. Das Bezirksamt hat nun angekündigt, verstärkt gegen rücksichtslose Raucherinnen und Raucher vorzugehen. Die Schwerpunktkontrollen seien bereits angelaufen und würden fortlaufend zu unangekündigten Zeiten stattfinden, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung.
Vor allem Spielplätze, stark frequentierte Orte sowie Grünanlagen will der Allgemeine Ordnungsdienst ins Visier nehmen. Was manche wohl nicht wissen: Es gilt als Ordnungswidrigkeit, eine Kippe im öffentlichen Raum einfach wegzuschnipsen. Die Bußgelder bewegen sich nach dem im vergangenen Jahr vom Senat aktualisierten Bußgeldkatalog zwischen 250 und 3.000 Euro.
Dabei geht es nicht nur um Sauberkeit, sondern vor allem darum, um die Folgen für die Umwelt. Zigarettenkippen enthalten Schadstoffe wie Nikotin, Blei und Arsen. Bei Regen gelangen diese Stoffe in den Boden und können das Grundwasser belasten. Hinzu kommt: Die Filter bestehen aus Kunststoff und werden in der Natur nur sehr langsam abgebaut. Außerdem verursacht die Beseitigung zusätzliche Kosten für die Straßenreinigung, wofür letztlich die Steuerzahlenden aufkommen müssen.
Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic (CDU) macht deutlich: „Was oft harmlos erscheint, ist keineswegs ein Kavaliersdelikt.“ Weggeworfene Kippen seien ein gravierendes Umweltproblem, da sie hochgiftigen Sondermüll enthielten und lange Zeit für den Abbau benötigten. „Allein eine einzige Kippe kann bis zu 1.000 Liter Wasser verunreinigen“, so Zivkovic. Sie appelliert an alle, mit achtsamem Verhalten dazu beizutragen, dass der Bezirk sauber bleibt.

