Nach Jahren des Verfalls: Am Cecilienplatz soll 2027 gebaut werden

Nach Jahren des Verfalls:

Am Cecilienplatz soll 2027 gebaut werden

Unverbindliche Visualisierung © Primus Immobilien AG
Unverbindliche Visualisierung © Primus Immobilien AG

Der Bezirk könnte bald ein Problemkind weniger haben. Wie am Donnerstag bekannt wurde, gibt es nach Jahren des Verfalls und des Vandalismus eine Perspektive für die Bauruinen am Cecilienplatz 10 und 12. Die Primus Immobilien AG, ein bundesweit tätiger Projektentwickler, hat den Kauf der Grundstücke vermeldet und will dort über 200 Mietwohnungen errichten. Baubeginn soll im nächsten Jahr sein.

Die von den Eigentümern völlig vernachlässigten Cecilienpassagen –ein ehemaliges Nahversorgungszentrum am U-Bahnhof Kaulsdorf-Nord – sind seit Jahren ein Schandfleck und Sicherheitsrisiko für die Menschen im Umfeld. Etliche Male verschafften sich zerstörungswütige Unbekannte Zutritt zu den leerstehenden Gebäuden, etliche Male musste die Feuerwehr anrücken. 

Nun ist Besserung in Sicht. Nach Angaben des Projektentwicklers ist der Baustart für 2027 vorgesehen.

 

Auf dem rund 5.000 Quadratmeter großen Gelände sollen neben Wohnungen auch Gewerbeflächen entstehen. Geplant ist ein Nutzungsmix, der den Cecilienplatz wieder stärker als Nahversorgungsstandort etablieren soll. Im Gespräch sind unter anderem ein Supermarkt, eine Apotheke oder ein Drogeriemarkt. Konkrete Mietverträge gebe es in dieser frühen Phase allerdings noch nicht, teilt das Unternehmen auf Anfrage der „Hellersdorfer“ mit. „Wir werden uns kurzfristig mit allen Beteiligten abstimmen, sodass eine zeitnahe Umsetzung des Projekts gewährleistet wird“, so ein Sprecher. Ziel sei es, den Cecilienplatz wieder zu einem Anziehungspunkt im Bezirk zu machen.



Das Wohnprojekt umfasst nach Unternehmensangaben mehr als 200 Mietwohnungen mit einer Bruttogrundfläche von rund 13.000 Quadratmetern. Zusätzlich sind gemeinschaftlich nutzbare Bereiche wie ein Fitnessraum, begrünte Außenflächen und eine Dachterrasse vorgesehen. 

 

Auch im Bezirksamt wird die Entwicklung positiv aufgenommen. Die Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Heike Wessoly (CDU) erklärt: „Ich freue mich, dass der Stillstand am Cecilienplatz endlich beendet wird und die seit langem genehmigten Planungen umgesetzt werden. Damit verschwindet endlich der Schandfleck am U-Bahnhof Kaulsdorf-Nord.“ Sie begrüße es, dass neben den dringend benötigten Wohnungen auch wieder Einzelhandels- und Gewerbeflächen entstünden, so die Stadträtin.

 

Ganz gelöst ist die Situation am Cecilienplatz allerdings noch nicht: Für das mittlere Grundstück am Cecilienplatz 11 gibt es derzeit  keine bekannte Perspektive.